Ralf Heinsohn Die Autoren-Website

Ralf Heinsohn
Schnellbahnen in Hamburg
Die Geschichte von S-Bahn und U-Bahn, 1907-2007 Verlag Books on Demand, Norderstedt 2006 ISBN 3-8334-5181-5 17 x 22 cm, gebunden, 240 Seiten, 253 Abbildungen 29,90 EUR
Die Website zum Buch: Schnellbahnen.de

Vor über 100 Jahren, als noch niemand an morgendliche Verkehrsstaus und Massenmotorisierung dachte, wurden in Hamburg die Grundlagen für ein öffentliches Nahverkehrssystem geschaffen, das in dieser Form noch heute die Hauptlast der Verkehrsströme trägt.
Die preußische Eisenbahnverwaltung suchte nach einem Versuchsfeld für die Elektrifizierung der Berliner Stadtbahn. Im Jahre 1907 erhielt Hamburg daher als erste deutsche Stadt eine elektrische Stadt- und Vorortbahn. 1912 kam als zweites Schnellbahnnetz die Hoch- und Untergrundbahn hinzu.
Die Geschichte von S-Bahn und U-Bahn wird in diesem Buch gemeinsam dargestellt, denn nur eine weitgehende Integration der beiden Verkehrsträger kann leisten, was schon die Gegenwart von der Metropolregion Hamburg verlangt: die Befreiung der Stadt von Blechlawinen und Abgasen.
»Schnellbahnen in Hamburg« gehört in das Hamburgensien-Regal ebenso wie in die Hand jedes Eisenbahn-Enthusiasten. Wie alle Bücher von Ralf Heinsohn ist es als »Durchlese-Buch« konzipiert und eignet sich daher zum Schmökern ebenso wie zum Nachschlagen.

Heinsohn-Schnellbahnen



Rezensionen
Buch zum Jubiläum
abendblatt.de, 5. November 2006

Die S-Bahn Hamburg wird 2007 hundert Jahre alt. Schon jetzt hat sich der Autor Ralf Heinsohn auf 240 Seiten in seinem Buch „Schnellbahnen in Hamburg“ diesem Jubiläum gewidmet. Auch die Geschichte der U-Bahn wird in dem Buch beleuchtet.

Die Geschichte der Schnellbahnen – Die S-Bahn wird 100 Jahre alt
Stader Tageblatt, 1.November 2006

Die S-Bahn Hamburg wird 2007 hundert Jahre alt. Schon jetzt hat sich der Autor Ralf Heinsohn auf 240 Seiten in seinem Buch „Schnellbahnen in Hamburg“ diesem Jubiläum gewidmet. Auch die Geschichte der U-Bahn wird in dem Buch beleuchtet.
Im Jahr 2007 begeht Hamburg den 100. Geburtstag seiner S-Bahn. 1907 startete die preußische Eisenbahnverwaltung den elektrischen Betrieb auf der Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn.
Aus diesem Anlass legt Ralf Heinsohn nun sein neues Buch „Schnellbahnen in Hamburg“ vor. 240 Seiten und mehr als 250 Abbildungen sind den beiden Schnellbahnnetzen, der S-Bahn und der U-Bahn gewidmet. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert, als noch niemand an Verkehrsstaus und Massenmotorisierung dachte, wurden die Grundlagen für ein Nahverkehrssystem gelegt, das die Hauptlast der Verkehrsströme trägt. Die bekannte Hoch- bahnlinie am Hafen zwischen Baumwall und Landungsbrücken prägt noch heute das Bild Hamburgs in den Köpfen von Einwohnern und Besuchern, meint Ralf Heinsohn.
Die Integration der Verkehrsträger hat in Hamburg Tradition. 1965 wurde der seinerzeit einzigartige Verkehrsverbund gegründet. Seither reicht in Hamburg ein HVV-Fahrschein für alle Verkehrsmittel. Für den Autor Ralf Heinsohn erfüllt sich mit diesem Buch ein Jugendtraum.

Lorenz Steinke,
in: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte (ZHG) 95.2009, S.278

Konzentrisches oder radiales Netz, Stand- oder Schwebebahn: Das waren die Fragen, die vor dem Bau der dann 1912 eröffneten Hamburger Hochbahn einst strittig diskutiert wurden. Die Klärung dieser und vieler weiterer Fragen - etwa der Gleichstrom/Wechselstrom-Diskussion im fast zeitgleich elektrifizierten S-Bahn-Netz - standen am Anfang eines Nahverkehrssystems mit heute rund 250 Schienenkilometern, 6 S-Bahn- und bald 4 U-Bahn-Linien. Fundiert und kenntnisreich zeichnet Ralf Heinsohn in 13 Kapiteln die Entstehung dieses Schnellbahnnetzes nach. Jeder Streckenast wird einzeln behandelt, die wichtigsten Daten jeder Teillinie am Ende der Unterkapitel tabellarisch aufbereitet.
Naturgemäß muss ein Buch über das Hamburger U- und S-Bahnnetz auch die in beiden Schnellbahnen aufgegangenen oder mit ihnen heute eng verbundenen Strecken und Gesellschaften behandeln: etwa die Walddörferbahn von Barmbek nach Ohlstedt und Großhansdorf (heutige U-Bahn-Linie 1) oder die mittlerweile zur Eisenbahn Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN) gehörende ehemalige Alsternordbahn, die ebenfalls in Teilen in der Linie l aufging. Entsprechend ausführlich würdigt Heinsohn die Geschichte dieser Hamburger Privat- und Staatsbahnen. Auch die 1978 eingestellte Hamburger Straßenbahn findet Erwähnung. - Im Kapitel „Die zweite Ebene" beschreibt der Autor die technischen Aspekte des Bahnbaus ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Daneben behandelt Heinsohn den eigentlichen Betrieb der Bahnen und geht hier auf die Bahnhöfe, die Abstell-, Pflege- und Reparaturanlagen, den Oberbau sowie auf Stromversorgung, Zugsicherung und Betriebsführung ein. Ein weiteres Kapitel widmet der Verfasser den Triebfahrzeugen beider Bahnen. Ein Exkurs über die 'Topologie von Nahverkehrsnetzen mit einem Ausblick für Hamburg sowie eine umfangreiche Literaturübersicht beschließen das Werk.
Leider ist dies als „Book on Demand" (es muss in der Buchhandlung bestellt werden und wird nach ca. zwei Wochen geliefert) erschienen, was der Qualität der weitgehend in schwarz-weiß gehaltenen Illustrationen erheblich geschadet hat. Der ungünstige Satzspiegel mit großem Rand ließ zudem viele Zeichnungen so klein ausfallen, dass deren Inhalte und Legenden kaum zu entziffern sind. Das ist bedauerlich - bieten viele dieser Zeichnungen doch eine wertvolle Ergänzung zum Haupttext. Insgesamt liefert der Autor hier ein sehr interessantes und äußerst lesenswertes Buch, das nicht nur durch seine große Fach- und Detailkenntnis beeindruckt..

S.B. in: Industrie-Kultur, 3/2007
In diesem Jahr feiert Hamburg das 100jährige Bestehen der S-Bahn und bereitet sich auf das gleiche »runde« U-Bahn-Jubiläum in fünf Jahren vor. Die Schnellbahn-Systeme der Stadt mit einem Netz von heute weit mehr als 200 Kilometern Streckenlänge sind stets schrittmachend gewesen, waren anderen manchmal sogar einen Schritt voraus, wie mit dem 1965 gegründeten Hamburger Verkehrsverbund HVV - dem ersten Nahverkehrsverbund der Welt. Heinsohn beschreibt die Geschichte dieser Bahnen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, bietet so manchen interessanten Aspekt abseits der Hauptverkehrsströme. Er ist glücklicherweise kein »Pufferküsser«, sondern ein leidenschaftlicher Fahrgast und Fan von leistungsfähigen Verkehrssystemen. Und so arbeitet er denn auch grundsätzlicher, verheddert sich nicht in Details, ist schließlich (im Hauptberuf Technischer Redakteur) auch sprachlich erfrischender als so manch anderer Autor. Andererseits kann er vieles auch nur anreißen, für umfassendere Hintergründe fehlt - vor allem weil zwei Systeme beschrieben werden - einfach der Platz. Ein thematischer Ausschnitt hätte hier sicher mehr bieten können. Der Druck-Qualität ist im Vergleich zu anderen Produkten des Verlages überraschend gut, aber dennoch nicht befriedigend. Unter dem Strich ist es ein interessantes Lesebuch und eine kompakte Fundgrube geworden, die aber nicht wirklich Neues bietet. Die »Lücken« in anderen Büchern zu dem Thema aber sind ungleich größer.

L.B. in: Hamburger Blätter HB 7/06
Der Autor Ralf Heinsohn ist unter Eisenbahnfreunden weniger bekannt, da er bisher nur einige Bücher über Motorräder geschrieben hat. Ralf Heinsohn hat zum baldigen 100 jährigen Jubiläum der Hamburger S-Bahn die Geschichte der Hamburger S-Bahn aber auch U-Bahn zusammengefasst. Auch auf die AKN als Schnellbahn im Hamburger Verkehrsverbund wird eingegangen. Und auch laufende Projekte wie die Flughafen S-Bahn und die Zweistrom S-Bahn nach Stade werden behandelt, so auch die U-Bahn in die „Hafencity“ (Hafenstadt), die Neubausiedlung am Hafenrand. Ebenso geht der Autor auf einige Pläne ein, die nie verwirklicht wurden. Eine Schwebebahn oder Hochbahn in den Hafen, die nie verwirklicht wurden. Die Bildauswahl reicht von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Das Buch eignet sich zum Nachschlagen ebenso, wie zum Lesen der Gesamtgeschichte. Auch für den Eisenbahnfreund eher unübliche Bilder, wie ein historisches Fahrzeugquartett, hat Ralf Heinsohn liebevoll zusammengetragen. Die Fotos sind überwiegend in Schwarz-Weiß gehalten, die Texte sind gut lesbar. Es werden Fahrzeuge und Strecken einzeln beschrieben, wobei auf die Entstehungsgeschichte vieler Strecken etwas umfangreicher eingegangen wird, als die der Fahrzeuge. Der Autor geht auf die Umstellung der S-Bahn von Wechselstrom auf Gleichstrom ein und stellt hier die Sinnfrage in Bezug auf die Nationalsozialistischen Pläne zur Umgestaltung Hamburgs. Auch das Thema der Einstellung der Straßenbahn wird behandelt.
Dieses Buch lohnt sich als Hamburgensie ebenso, wie als Buch über Hamburger Verkehrshistorie.

www.bahninfo.com, 23.10.2006
Vom Hamburger Autor Ralf Heinsohn ist kürzlich ein neues Buch mit dem Titel „Schnellbahnen in Hamburg“ erschienen. Es behandelt auf 239 Seiten die 100jährige Geschichte von U- und S-Bahn von 1907 bis 2007 (bzw. 2006). Neben dem Bereich „Geschichte“ sind für den interessierten Leser auch Informationen zu Fahrzeugen und Betrieb zu finden. Ein kleiner Exkurs bindet dabei auch die AKN mit ein, ein weiterer zeigt interessante Abbildungen historischer Fahrkarten.
Wer zu Hause jedoch bereits die einschlägige Literatur zum Thema „Hamburger Nahverkehr“ besitzt, wird im geschichtlichen Bereich wenig neue Informationen finden, eher in einigen anderen Kapiteln. Der Vorteil am Buch ist, dass es die Geschichte von S-Bahn und U-Bahn in einem Buch vereint und daher insbesondere für Leser zu empfehlen ist, die in das Hobby „Hamburger Schnellbahnen“ „einsteigen“ möchten.

Besitzende Bibliotheken
Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB)
Hamburg, Handelskammer Hamburg Commerzbibliothek
Hamburg, Museumsbibliotheken Hamburg und Denkmalschutzamt
Hamburg, Polizei / Hochschule der Polizei
Hamburg, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg / Universität Hamburg
Hamburg, Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg Bibliothek
Hannover, TIB Hannover
Kiel, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Kiel, Universitätsbibliothek Kiel
Rotenburg (Wümme), Bibliotheken des Landkreises Rotenburg (Wümme)